Über diesen Blog

Das älteste Gewerbe der Welt. Was verbirgt sich wirklich dahinter?

 Was führt einen Menschen in die Prostitution? Kann sie wirklich freiwillig von statten gehen? Was fühlt jemand, der sich prostituiert? In welchem Ausmaß empfindet ein solcher Mensch eigentlich Gefühle wie Ekel, Wut oder Angst? Was bleibt am Ende übrig?

Fragen über Fragen, mit denen ich mich seit meinem Ausstieg vor 3 Jahren auseinandersetze. Ich habe lange gebraucht um zu verstehen, wie ich überhaupt in die Prostitution hineinrutschen konnte und noch länger habe ich gebraucht um zu verstehen, wie Menschen wie ich in der Lage sind, diese Art von Leid (z.B. Geschlechtsverkehr mit alkoholisierten und aggressiven Menschen) auszuhalten und dauerhaft zu ertragen. Wissenschaftliche Arbeiten und Studien aus der Traumaforschung über Vorgänge im menschlichen Gehirn in bestimmten Situationen haben mir bei der Verständnisfindung meiner eigenen Lage und der vieler anderer Frauen sehr geholfen.

Zunächst ein paar Worte zu mir.

27 Jahre bin ich nun auf dieser Welt. Was ich erlebt habe, sieht man mir nicht an. 6 Jahre im Rotlichtmilieu prägen mein Leben. Ich habe in diesen 6 Jahren so ziemlich alle Geschäftsmodelle des Milieus durchlaufen, die man durchlaufen kann. Das Flat-Rate-Geschäft im Flat-Rate-Laden, das Nachtclub-Leben, das Tagesgeschäft im Club, den High-Class-Escort und den Escort durch Anzeigen oder Internetauktionen.

Zu allererst möchte ich sagen, dass ich mich nicht als Opfer, sondern als Gewinnerin eines harten Kampfes betrachte, die nun mit vielen anderen engagierten Menschen zusammen die Möglichkeit hat, Dinge in unserer Gesellschaft zu verändern. Um Dinge zusammen mit der Masse verändern zu können, braucht es allerdings Verständnis der Menschen für die Problematik eines Themas und dazu ist Aufklärung nötig. Dazu möchte ich beitragen; das Vorantreiben der Aufklärung in diesem Bereich ist der Grund, warum ich an die Öffentlichkeit gehe.

6 Jahre habe ich also am eigenen Leib erlebt und von anderen Frauen in zahllosen, erschütternden und verstörenden Gesprächen erfahren, was diese Art von Dienstleistung in einem Menschen auslöst. Was durch sie im Menschen zerstört wird. Nicht nur die Würde, sondern das Menschsein wird einem entzogen. Zerbrechlich wird der Körper, zerbrechlich werden das eigene Denken sowie die Wahrnehmung und zerbrechlich wird auch die Fähigkeit zu fühlen, zu lieben und sich selbst wert zu schätzen. All das wird nach und nach immer zerbrechlicher, ein schleichender Prozess. Bis letztlich alles, was einen Menschen zu einem eigenständigen, selbst wählenden und fühlenden Wesen und was das Leben lebenswert macht, zerbricht. Vergleichbar mit einem Glas, was durch einen bereits vorhanden Riss aus der Vergangenheit, der daraus resultierenden Instabilität und den auftretenden äußeren Einwirkungen auf den Boden fällt, dem Druck nicht mehr standhalten kann und in zahllose Teile zerbricht. Und jedes einzelne Teil dieses zerbrochenen Glases trägt eine Aufschrift mit dem Namen eines Menschen, der für den Bruch mitverantwortlich ist.

Jeder, der bezahlten Geschlechtsverkehr in Anspruch nimmt, sollte sich diesen letzten Satz vor Augen führen und zu Herzen nehmen, trotz des zeitweilig auftretenden Triebinstinktes an seine Vernunft appellieren und anfangen selbstständig nachzudenken, was richtig und was falsch ist, anstatt durch Nichtwissen oder Ignoranz an der Zerstörung eines Menschenlebens mitzuwirken.

Wie bereits andere Aussteigerinnen vor mir, kann und will auch ich nicht mehr zu den Missständen in unserer Gesellschaft schweigen. Denn Schweigen bedeutet zusehen. Und zusehen bedeutet mitverantworten, wie tagtäglich tausende von Menschen in der Prostitution ihrem Selbstwert und ihrer Würde beraubt werden. Die immer wieder auftauchenden Berichte vor allem von Sexarbeiterinnen, die mit ihren Beiträgen die Prostitution verherrlichen und sie in ein gutes Licht zu rücken versuchen während sie der absoluten Minderheit angehören, diese Tatsache aber leider viel zu selten an die Öffentlichkeit dringt, machen mich sehr nachdenklich.

Vor allem Befürworterinnen der Sexindustrie, die in der Öffentlichkeit stehen und auch für die Masse an Menschen sprechen, die in der Prostitution nicht freiwillig arbeiten, nicht dort sein wollen, sondern darin schlimmstenfalls ihr Leben lassen, aufgrund diverser Umstände wie Sprachschwierigkeiten oder Ängste aber keine Stimme haben, die sie an die Gesellschaft richten können, sollten sehr sorgfältig, verantwortungsvoll und daher differenziert mit ihrer Wortwahl und ihren Äußerungen sein, denn sie prägen durch ihr Auftreten das Bild über die Prostitution in unserer Gesellschaft. Leider wird von ihnen ein unvollständiges, falsches Bild vermittelt. Ihnen dürfte es nicht fremd sein, dass ein Großteil der sich in der Prostitution befindenden Frauen diesen Job nicht gerne, sondern aufgrund verschiedener Notlagen heraus ausübt. Sollten sie das nicht wissen, dann empfehle ich ihnen sich gründlicher zu informieren. Falls sie es doch wissen, wovon ich ausgehe, appelliere ich an ihre Vernunft, sich verantwortungsvoller zu verhalten.

Ich war eine von jenen, die aus Selbstschutzgründen heraus nach außen hin erzählt hat, Prostitution wäre ein Job wie jeder andere, der mir nichts ausmacht. Warum habe ich das so dargestellt? Wie konnte ich überhaupt in die Prostitution abrutschen, diese Tortur aushalten? Die Antwort darauf zu finden war nicht einfach und hat mich viel Zeit gekostet, die ich auch damit verbracht habe, mich mit wissenschaftlichen Studien aus der Traumatologie auseinanderzusetzen – dazu mehr in einem weiteren Beitrag.

Einen wichtigen Punkt möchte ich dennoch ansprechen. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Prostitution die Folge eines Traumas (in der Vergangenheit) ist und dieses Trauma setzt sich innerhalb der Prostitution fort, die Menschen traumatisieren sich durch die Ausübung der Prostitution weiter. Hierzu verweise ich auf einen sehr lesenswerten Vortrag von Frau Dr. Ingeborg Kraus, Dipl.- Psych., Psychologische Psychotherapeutin: Trauma als Vorraussetzung für und Folge der Prostitution. Sehr interessant sind auch die Ausführungen über die Funktionen des Gehirns. Sie erklären, was im Gehirn passiert und wie der Mensch somit diese Art von Stress, ständig mit fremden Menschen bezahlten Geschlechtsverkehr auszuüben, aushalten kann. Man wird in eine Art Trance-Zustand versetzt. Oft denken Außenstehende, dass man immer „notgeil“ sein und immer Lust auf Sex haben müsse, sonst könne man das ja gar nicht bewerkstelligen mit den vielen Kunden. Dem ist gewiss nicht so. Da ich es für sehr wichtig empfinde zu verstehen wie Menschen auch ohne Lust, sondern in einem extremen Stresszustand zu so einem intimen Akt fähig sind, empfehle ich u.a. alle wissenschaftlichen Beiträge auf dieser Seite zu lesen.

Hier nur ein paar Auszüge:

„Wenn ein Mensch sich in einer Gefahr befindet oder eine extreme Stress-Situation erlebt, dann wird der Körper durch den Ausstoß von Stresshormonen wie Adrenalin in Alarmbereitschaft gesetzt und eine Angstreaktion wird ausgelöst. Also versetzt die Amygdala den Körper, wenn wir in Gefahr oder in großem Stress sind,  in einen Zustand, in dem wir kämpfen oder fliehen können: Heftiger Herzschlag setzt ein, wir atmen schneller, haben Schweißausbrüche etc… Wird der Stress aber zu groß – wir rennen weg, der Löwe ist hinter uns, er ertappt uns, wir sehen seine Krallen und sein Maul über uns  – reagiert unser Körper wie eine Stromleitung unter zu hoher Stromspannung: Ein Kurzschluss entsteht und der Strom wird ausgeschaltet. Unser Gehirn schüttet betäubende Hormone aus, wir werden anästhesiert, was zur Folge hat, dass die Amygdala isoliert wird und die verschiedenen anderen Strukturen desaktiviert werden. Mit anderen Worten: das Gehirn wird eingefroren, d. h. die integrativen Funktionen funktionieren nicht mehr. Der Hippocampus der sagt: „Nein das war nur eine Tür“ oder das Gehirn, das sagt: „Jetzt beruhige dich mal“ – das funktioniert nicht mehr…..“  Hier der komplette Vortrag

Gefühle wie Ekel, Angst und Wut werden abgeschalten. Dr. Lutz-Ulrich Besser, Gründer und Leiter des Zentrums für Psychotraumatologie und Traumatherapie Niedersachsen, sagt dazu in einem Gespräch: „Bei dieser Tätigkeit handelt es sich keineswegs um einen Beruf wie jeder andere. Jedem, der sich damit beschäftigt, müsste klar sein, dass dieser sehr intime Vorgang, wenn ein „Freier“ in den Köper einer Frau eindringt – auch wenn dies vermeintlich einvernehmlich geschieht – nur erträglich wird, wenn die Frau dabei ihre Empfindungen von ihrem Bewusstsein abspaltet.“ Hier nachzulesen

Es kommt zur Unterbrechung der normalerweise integrativen Funktionen von Bewusstsein, Gedächtnis, Körper – und Selbstwahrnehmung, Umgebungswahrnehmung, Identität, was als Dissoziation bezeichnet wird, so Michaela Huber, erste Vorsitzende der deutschen Gesellschaft für Trauma und Dissoziation. Hier mehr dazu.

 

Im Nachhinein ist mir bewusst geworden, warum ich nach außen hin meine Freiwilligkeit postuliert habe. Ich wollte mich schützen, weil mein Leben ohne den Eintritt in die „Prostitution“ so aussichtslos erschien, dass ich von ihr abhängig war. Als ich damals während der Schulzeit meinen ca. 20 Jahre älteren Zuhälter („Loverboy“) im Internet kennenlernte, der mir gezielt seine falsche Liebe vorspielte um mich dann in die Prostitution zu treiben mit dem Ziel an Geld zu kommen, und ich nach einiger Zeit zu ihm zog um von zuhause zu fliehen – in dem Glauben, dass er mich liebte – hatte ich zwar Angst und Zweifel, aber ich ignorierte und verdrängte diese Gefühle, weil ich keine andere Möglichkeit sah (Siehe ergänzend hierzu noch folgende, wichtige Beiträge: Prostitution & Menschenhandel & Warum Aufklärung so wichtig ist). Es wurde mir eingeredet, Prostitution sei normal und in Ordnung (ich gab auch die meiste Zeit alles Geld ab), ich habe es mir anfangs selbst eingeredet (man muss es sich einreden, weil man mit einer anderen Einstellung dort nicht überleben kann!), oft dachte ich, dass ich nicht mehr wert bin als mein Körper zu bieten hat. Viele Frauen reden sich ein, sie hätten nichts anderes verdient, sie seien es nicht wert anders ihr Glück zu finden; sie wissen oft nicht mal was Glück ist, wo oder wie sie es finden können. Die meisten haben aufgrund früherer, schlimmer Erlebnisse das Gefühl über ihren Körper und ihr Empfinden gänzlich verloren, so dass sie in der Prostitution oft überhaupt nicht mehr spüren, was falsch läuft und es in dieser Phase auch nicht wahrnehmen.

Je stärker man sich einredet, Prostitution sei aushaltbar, dass man sie als die einzige Alternative schon irgendwie erträgt, desto mehr verdrängt man, dass sie einen zutiefst belastet und kaputt macht. Dass sie das Leben nicht verbessert, sondern nur die eigenen Sorgen, Ängste und schlechten Erfahrungen aufgreift und damit spielt, indem sie einen weiter darin festhält anstatt einen zu befreien. Die Wahrnehmung über die wahren Gefühle in einem verblassen noch mehr. Bereits bevor man in der Prostitution ist, ist man dabei sich selbst zu verlieren. Das kann viele persönliche Ursachen haben. In der Prostitution wird dieser Prozess fortgesetzt. Manche Menschen verlieren sich ganz, werden eine andere Persönlichkeit, können dem System nie mehr entfliehen, da sie sich aufgrund des Verlustes ihrer selbst diesem Zustand nicht bewusst sind. Das ist das Heimtückische am System der Prostitution.

Jede Prostituierte, die ich getroffen habe und die „freiwillig“ da war, hatte täglich einige Momente des „Bewusstwerdens“, in denen sie alles im Milieu abgrundtief verabscheute, dazu gehörte vor allem die „Arbeit“ als Prostituierte an sich, die einem ununterbrochen Höchstleistungen in Extremsituationen abverlangt und in der man täglich von Freiern gedemütigt und erniedrigt wird – aber sie konnten dem System trotzdem nicht entkommen. Irgendwann funktioniert auch diese Art von Trance-Zustand nicht mehr, der einen während des Aktes mit dem Freier abschalten lässt, dann hilft nur noch der Konsum von Drogen und/oder Alkohol um den Stress, das Bewusstsein, „auszuschalten“, die das Leben allerdings zusätzlich belasten und gefährden.

Gefühle sind etwas Subjektives und jeder empfindet anders. Jede Geschichte eines Menschen, der in die Prostitution gelangt und dort lebt, ist einzigartig und individuell und doch in seinem Wesen mit anderen ähnlich. Das Entscheidende ist hier, dass ich in meiner 6-jährigen Zeit im Milieu fast ausschließlich Frauen getroffen habe, die genauso oder ähnlich fühlten wie ich.

Wenn man 12 Stunden mit anderen Frauen im gleichen Raum sitzt um auf die Freier zu warten, bleibt einem viel Zeit um miteinander zu reden, Erfahrungen und auch Leidensgeschichten auszutauschen. Einige konnten wenig Deutsch, doch etwas Englisch war meist möglich. Zudem sagen Tränen, von Angst und Verzweiflung erfüllte-tote Augen und ausartender Alkohol- und Drogenkonsum mehr als jedes gesprochene Wort. Außer 3 von den vielen Frauen, denen ich in meiner Zeit begegnet bin, verabscheuten alle diese „Arbeit“. Man muss dazu sagen, dass ich hunderten von Frauen begegnet bin. Ich frage mich ernsthaft: wenn von diesen hunderten Frauen alle außer 3 Frauen genauso oder ähnlich fühlten wie ich, wie kann man das missachten bzw. nicht sehen wollen, sei es aus Ignoranz, aus Egoismus, aus Profitgier oder aus was für einem Grund auch immer?

Das Traurige, was ich aus meiner Zeit im Milieu leider mitnehme ist, dass in all den Jahren, in denen ich gearbeitet habe, die überwiegende Zahl der Männer das Leid und Unbehagen der Frauen gesehen, ignoriert und den sexuellen Akt fortgesetzt hat. Wie Tiere sind sie über mich und die anderen Frauen hergefallen. Ohne Respekt, ohne Achtung, ohne WÜRDE. Die Männer kannten den Service der Frauen und versuchten trotzdem oft mehr. Die Zahl der Männer, die Frauen respektvoll behandeln und wirklich nur das verlangen, was im Interesse der Frau steht, ist auf ein Minimum geschrumpft.

Mittlerweile ist es so, dass man als Frau mit dem Standard-Service (meint: alles nur mit Kondom) zuhause bleiben kann. Die Wünsche der Männer werden immer abartiger: Oral ohne Kondom gehört heutzutage für sie zum Standardprogramm, Spermaküsse werden immer begehrter und alles natürlich, was ohne Kondom stattfindet, auch den Akt an sich wünschen sich bereits viele ohne Kondom. Im Gegensatz zu vielen anderen Frauen hatte ich das Glück die deutsche Sprache zu verstehen, zumindest so viel Selbstbewusstsein zu besitzen, dass ich mich nicht bis auf das Letzte erniedrigen ließ und ausschließlich meinen Standard-Service durchzog, kam was wolle. Hat mich jemand gefragt, ob er es ohne Kondom haben könne, wurde ich oft wütend und habe die Männer gefragt, ob sie sich nicht schämen. Frau und Kind zuhause und das Risiko einer Geschlechtskrankheit eingehen wollen, indem man mit jeder fremden Prostituierten mal einfach so ohne Kondom schlafen möchte. In dem Moment dachten viele Männer dann nach, buchten das nächste Mal meist eine andere Kollegin, wo der Service ohne Kondom machbar war, und beschwerten sich über meine Launenhaftigkeit. Ist das nicht amüsant? Oft war ich mit einer weiteren Frau auf Zimmer von der sich der Gast einen spezielleren Service gewünscht hatte während ich zusehen sollte, wie sie ihn zum Beispiel oral ohne Kondom befriedigt und am Ende sein Sperma schlucken sollte. Zusehen war für mich noch schlimmer. Es ist grausam mitanzusehen, wie ein Mensch einen anderen Menschen missbraucht und man hilflos ist und nichts tun kann, weil es ja „freiwillig“ geschieht.

Es gab viele Momente, in denen ich mir gewünscht hätte, die Tür wäre aufgegangen und die Polizei hätte diese ganze Unmenschlichkeit beendet. Doch wie? Selbst wenn die Tür aufgegangen wäre… es ist ja legal, die Frau wird in dem Fall nicht physisch gezwungen, sie lächelt sogar, während sie aber gleichzeitig innerlich immer mehr zerbricht, was leider nach außen hin nicht sichtbar ist.

Oft wird angebracht, ohne die Prostitution würde die Zahl der Vergewaltigungen ansteigen.

Tagtäglich geschehen in der Prostitution Vergewaltigungen hinter verschlossenen Türen unter dem Deckmantel der Legalität. Ein Großteil der Bevölkerung bekommt davon nichts mit, wie auch. Nun frage ich mich: soll man die Prostitution liberalisieren um die vorhandenen Missstände in unserer Gesellschaft vor einer Menge von Menschen zu vertuschen? Nehmen wir an es gäbe ein Sexkaufverbot. Es wäre schlimm, wenn man in diversen Zeitungen plötzlich vermehrt Artikel über sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen lesen würde. Diese wären allerdings kein Produkt des Verbotes, sondern lediglich ans Tageslicht gebracht worden und man könnte sie zur Strafverfolgung aussetzen. Sollte das nicht eigentlich die bessere Möglichkeit sein anstatt die Bevölkerung durch die Liberalisierung von Prostitution im Glauben zu lassen, dass alles in Ordnung sei und wir größtenteils nur liebe und seriöse Menschen in unserer Mitte haben, die alle die Würde des Menschen achten?

Oft hört man:

„Ist der Islam demokratiefähig? Passt der Islam zu den modernen, westlichen Werten, dem Grundgesetz, vor allem zum Artikel 1 des Grundgesetztes“?

In der Tat ist das eine Frage, die man sich natürlich stellen kann und in einer Zeit wie wir sie jetzt durchleben auch stellen muss. Doch sollten wir hierbei nicht vergessen auch die Angelegenheiten ernsthaft zu diskutieren, die seit langem in unserer Gesellschaft im Hinblick auf die Würde des Menschen schief laufen.

Ich frage: „Passt denn die Prostitution zu unseren westlichen Werten, zum Grundgesetz, zum Artikel 1?“

Meine Antwort kennt ihr ja bereits.

 

 

Advertisements